April 18

Sandra’s Story

Sandra`s Story: Vom Lampenfieber zur Souveränität

Warum dieses Thema?

Als Frau im Wandel  wirst du automatisch mit Veränderungen konfrontiert. Vielleicht stehst du an einem Punkt in deinem Leben, an dem alte Gewohnheiten nicht mehr passen und neue Wege  sichtbar werden.

Ob es die körperlichen und emotionalen Achterbahnen der Schwangerschaft oder der Wechseljahre sind, berufliche Umbrüche oder private Neuanfänge- Veränderungen bedeuten, dass du deine Komfortzone verlässt, diesen vertrauten Safe Space.

Doch genau hier, außerhalb des Gewohnten, beginnt das Abenteuer!

Dieser Schritt ins Ungewisse kann aber auch mitunter Angst auslösen.

Und jeder von uns hat eine Heidenangst, Neuland zu betreten.

Es ist wie eine riesengroße Blackbox, in die wir reingehen, ohne zu wissen, was uns erwartet.

Heute tauchen wir ein in die Welt der Angst - ein schillerndes Chamäleon, das in zahlreichen Facetten auftritt: von flüchtigen Sorgen, bis zu tiefgreifenden Ängsten , die uns in den unterschiedlichsten Situationen überfallen können.

Warum starten wir mit Sandra und ihrer Angst, vor anderen Menschen zu reden und sich zu präsentieren?

Weil sie ein konkretes, alltägliches Beispiel bietet, mit dem sich viele von uns identifizieren können.  Fast jeder hat schon einmal die nervenaufreibende Erfahrung gemacht, vor anderen Menschen sprechen zu müssen und kennt das Gefühl, wenn die Nervosität Oberhand gewinnt. Du stehst im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und hast Angst vor der Beurteilung  und Bewertung der  anderen.

Durch die Auseinandersetzung mit der  Angst und das Erlernen von Strategien zu ihrer Überwindung möchte ich dir  Mut machen und Wege aufzeigen, wie du diese Herausforderungen gut meistern kannst .

Klar, Sandra wird uns einen kleinen Einblick in die Bewältigung von ihrer Angst geben, aber das ist nur der Anfang.

Es gibt noch eine ganze Welt voller starker Strategien gegen die Angst zu entdecken. Sei neugierig! Wir kratzen gerade erst an der Oberfläche!

Was ist der Angst-Teufelskreis?

Wir nehmen also das Beispiel von Sandra.  Sandra ist 50 Jahre alt und arbeitet schon lange in ihrer Firma. Seit kurzem hat sie einen neuen Arbeitsbereich bekommen. Neu ist: Sie muss regelmässig Präsentationen vor ihren Kollegen abhalten. Die nächste Präsentation steht an.

Sie denkt: " Oh nein, schon wieder diese Präsentation vor den ganzen Kollegen! Das letzte Mal war es eine reine Katastrophe!  Was, wenn ich versage? Was, wenn alle merken, wie nervös ich bin? Was denken dann alle anderen von mir? "

Diese Gedanken lösen sofort körperliche Reaktionen bei Sandra aus:

Flauer Magen, kalte und feuchte Hände, flache Atmung, rasendes Herz, Schwindel, Panik!... Das klassische Angst-Programm läuft ab und schraubt sich in seiner Intensität immer höher. Es folgt eine Gedankenschleife von Worst-Case-Szenarien  , überwältigenden Emotionen , und ihnen folgen dann automatisch die körperlichen Angstreaktionen.Sandra ist ihnen hilflos ausgeliefert!

Angst ist nicht  grundsätzlich schlecht!

Angst ist eine Schutzfunktion, die ihren Menschen vor schlimmen Erfahrungen schützen möchte. Stellt euch Angst als euren  persönlichen  Bodyguard vor, der euch warnt, wenn`s gefährlich wird.

Er ist immer auf Zack, checkt die Lage und gibt euch ein Zeichen, wenn ihr aufpassen müsst. Sie ist nicht der Bösewicht in eurer Geschichte, sondern der Held, der euch wachsam und ready hält.

Deswegen macht es keinen Sinn, gegen die Angst anzukämpfen, denn das wäre so, als würdet ihr euren Rauchmelder ausschalten, weil er zu laut piept.

Manchmal ist eurer innerer Bodyguard aber ein bisschen zu übereifrig.

So auch bei Sandra. Er erinnert sich möglicherweise an ein früheres Ereignis, in der Sandra als Kind vorne in der Klasse stand und ein Referat halten musste. Dabei glühte ihr Kopf , sie verlor den Faden und hat sich ein paarmal so richtig verhaspelt. Die ganze Klasse lachte und der Lehrer machte auch noch eine blöde Bemerkung. Dieses Erlebnis ist in Sandras Unterbewusstsein  gespeichert, zusammen mit der Schlussfolgerung:

"Ich bin nicht gut genug! Ich kann das nicht,  da vorne stehen und  Vorträge halten!" - Diese alte Narbe sorgt dafür, dass ihr Alarm-System besonders wachsam ist, sobald eine ähnliche Situation droht.

Ihr Unterbewusstsein schickt Sandra möglicherweise  die Angst als Schutzreflex, als ihr  Bodyguard, der sie davon abhalten soll, noch einmal ähnlich schlimme Erfahrungen zu machen. Frei nach dem Motto:

"Ich schick der Sandra mal die Angst! Dann geht es ihr so schlecht, dass sie die Präsentation nicht halten wird.  Und schon kann sie auch nicht das miese Gefühl bekommen, nicht auszureichen und ausgelacht zu werden. Denn das tut weh! Und ich will meinen Menschen davor schützen, dass es ihm wieder weh tut und er sich klein fühlt!"

Hallo, Angst! Lass uns reden!

Aus den oben genannten Gründen ist es wichtig, nicht gegen die Angst anzukämpfen. Stellt euch vor, Sandra würde die Angst nicht als fiesen Gegner sehen, sondern als einen alten Bekannten, der ab und zu unangemeldet auf einen Kaffee vorbeischaut. Klingt verrückt?

Vielleicht, ist aber eine coole Strategie, um die Situation zu entdramatisieren.

Wenn Sandra das nächste Mal die Angst im Bauch spürt, bevor sie eine Präsentation hält, könnte sie sagen wie zu einem alten Bekannten:

"Oh, hallo Angst! Da bist du ja wieder!  Setz dich und erzähl mir, was los ist ! Was hast du mir heute zu sagen?"

Anstatt in Panik zu verfallen, nimmt sie sich einen Moment Zeit  und hört zu, was ihr die Angst zu sagen hat. Mit dieser ruhigen und offenen Haltung gibt sie der Angst Raum, ohne sie zu bekämpfen!

Das ist der Moment, in dem der Angst-Kreislauf unterbrochen wird.

Indem sie die Angst als Teil ihres Teams anerkennt, anstatt als Bedrohung, kann sie die Botschaften entschlüsseln.

Sie versteht jetzt, dass die Angst nicht nur ein Hindernis ist, sondern auch ein Schutzmechanismus.

Mit diesem Wissen ausgestattet, kann Sandra die Angst als ihre Verbündete ansehen, die sie nicht nur auf mögliche Gefahren hinweist, sondern auch dabei unterstützt, alte Ängste zu überwinden und mit neuer Stärke und Mut  voranzugehen.

Jetzt, wo Sandra nicht mehr gegen ihre Angst ankämpft, sondern sie als Informationsquelle nutzt, kann sie die Botschaften hinter den nervösen und ängstlichen Signalen deuten.

Vielleicht will die Angst sie auch einfach nur darauf hinweisen, dass sie sich noch besser vorbereiten soll, oder dass es wichtig ist, mal tief durchzuatmen und sich zu entspannen. Oder:

  • Vielleicht solltest du noch einmal über die Punkte gehen, die dir unsicher erscheinen. So kannst du selbstbewusster auftreten!
  • Denk dran, dass du schon ähnliche Situtationen gemeistert hast, ohne umzukippen oder ausgelacht zu werden. Rufe dir diese Erfolge ins Gedächtnis, und dann fühlst du dich stark!"
  • Achte darauf, genügend Pausen einzulegen und tief durchzuatmen. Das hilft dir, deine Nervosität zu kontrollieren und klarer zu denken!
  • Organisiere deine Unterlagen noch einmal neu. Eine klare Struktur gibt dir Sicherheit und macht einen professionellen Eindruck!
  • Erinnere dich daran, warum du diese Aufgabe übernommen hast . Deine Motivation kann dir helfen, die Anspannung  in den Hintergrund zu rücken.

Good to know:

Übrigens, falls du dich fragst, warum diesen alten Ängste immer wieder hochkommen: In der ursachenorientierten Hypnose und auch  mit MindTV können wir genau dort ansetzen,  die auslösenden Erinnerungen aufzuarbeiten und aufzulösen.

Und das wird dein echtes Aha-Erlebnis !

Cool bleiben:  Beobachten-nicht bewerten!

Stell dir vor, du könntest deine Gefühle, körperlichen Befindlichkeiten ,  Gedanken und Handlungen einfach als neutrale Beobachterin wahrnehmen. Als würdest du im Kino in der 1. Reihe sitzen und dich als Hauptakteur im Film beobachten.

Einfach annehmen, ohne zu etikettieren. Kein: "gut". Kein: "schlecht".

Kein: "sollte doch besser..." Kein: "sollte doch besser nicht....

Kein Worst-Case-Denken bei körperlichen Sypmtomen!

Klingt befreiend, oder? Genau das ist die Kraft des Nicht-Bewertens!

Indem Sandra lernt, ihre Gedanken und Gefühle ohne Bewertung zu betrachten, entzieht sie der Angst ihren Brennstoff!

Denn nun ändert sich etwas:

Nun denkt sie:" Aha! Mein Herz gibt gerade Vollgas! Meine Hände schütteln ein wenig die Aufregung ab! Das ist okay!  Kein Grund zur Panik! Es ist nur eine Reaktion meines Körpers und nichts, was ich fürchten muss! Hier droht kein Unheil, sondern das sind Zeichen dafür , dass ich voll im Game bin und ready, die Bühne zu rocken!"

Statt sich in der Hitze des Moments zu verlieren, nimmt sie eine Schritt-zurück-Haltung ein und sieht ihre Reaktionen aus einer anderen Perspektive. Und das verschafft ihr Raum !

Raum schaffen durch Neutralität

Jede Situation ist ja zunächst einmal neutral. Erst unsere Bewertung gibt ihr eine Bedeutung.- Regen ist einfach nur Regen,-bis wir entscheiden, dass Regen schlecht ist.

Sandra hat gelernt, dass neutrales Beobachten ihre Superkraft ist, wenn es um den Umgang mit ihren Emotionen geht.

Anstatt direkt auf ihre Emotionen und körperlichen Reaktionen zu reagieren, nimmt sie diese jetzt als neutrale Signale wahr.

Diese kleine, aber entscheidende Distanz ermöglicht es ihr, sich nicht von ihren Gefühlen und Befindlichkeiten überwältigen zu lassen.

Durch diese objektive  Perspektive gewinnt Sandra die Freiheit, ihre Reaktionen bewusst zu wählen, anstatt von alten Mustern gesteuert zu werden.

Hol dir die Kontrolle zurück!

Wenn du anfängst, Ereignisse, Gefühle und Befindlichkeiten für das zu nehmen, was sie wirklich sind-, einfache Teile deines  Lebens und nicht das ganze Drama-, dann entziehst du ihnen die Macht, dich  in unnötige Angst und Stress zu stürzen.

Du hast immer die Wahl, wie und was du denken , fühlen und handeln möchtest!

 Diese Power, zu wählen, was in deinem Kopf abgeht, -verschafft dir enorme Gelassenheit und Selbstbestimmung in allen Lebenslagen.

Falls du Unterstützung dabei brauchst, zögere nicht, dich bei mir zu melden- ich bin gerne für dich da!

Bis zum nächsten Mal!

Bleib neugierig. Bleib mutig. Und vor allem: bleib gesund!

Deine Vera


Tags

Angst-Teufelskreis, Ängste, Frau im Wandel


Vera von der Weppen ist Coach und Therapeutin und unterstützt vor allem Frauen im Wandel, damit sie in ihre Stärke und ihren Lebensweg kommen. Sie hat nicht nur eine grosse Empathie und ein ausgeprägtes Einfühlungsvermögen, sondern auch einen umfangreichen Methodenkoffer aus der Energiearbeite, der Hypnose und der Analytischen Mineraltherapie.

Vera Von der Weppenour

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